Die Umgebung von Tarnów

Ein weißes Herrenhaus mit vier Fenstern und einer Veranda in der Mitte. Mit grünen Weinreben bewachsene Veranda. Rund um die Büsche mit Blumen, Bäumen und grünem Gras. Blauer Himmel.
Mit dem Fahrrad durch die Landschaft Przedgórze. Auf dem Weg nach Tarnów können wir zwischen den Schleifen der Flüsse Uszwica, Dunajec und Weichsel Landschaften bewundern, die wie aus Felder, Wäldern, Holzhäusern Gutshäusern, bunten Wegkapellen und den neugotischen Backsteinkirchen des bedeutenden Architekten und Denkmalpflegers Jan Sas-Zubrzycki gezaubert scheinen. Wir durchqueren auf dem Fahrrad malerische Winkel voller Andenken an die Vergangenheit vom Mittelalter bis zum Januaraufstand von 1863/1864. Wir vertiefen uns in die Erinnerungen an den Ersten und Zweiten Weltkrieg, die in den alten Soldatengräbern zu uns sprechen wie auch aus den Gedenkstätten, die dem Andenken an die Juden und Roma gewidmet sind, die noch vor einem Jahrhundert einen großen Teil der hiesigen Bevölkerung bildeten.

Wir werfen einen Blick auf den mittelalterlichen Marktplatz von Brzesko und lernen die Geschichte der Familie Goetz, den Gründern der hiesigen Brauerei und bekannten, um die Region verdienten Philanthropen. Wir besuchen die sagenumrankte Ritterburg in Dębno. Das Städtchen Wojnicz erinnert uns an die alte Handelsstraße nach Ungarn und die Geschichte der Kastellanei Wojnicz, die im 14. Jahrhundert als erste die aus diesem Land nach Polen kommende Königin und spätere Heilige Kunigunde willkommen hieß. Ihr lernt Przedgórze kennen, eine Region, die so nahe an Krakau liegt und immer noch kaum entdeckt ist, voller Überraschungen und Erzählungen.

EMPFOHLENE TOUREN:

1. Von Brzesko zur Burg in Dębno

Bahnhof Brzesko Okocim PKP – Brzesko Marktplatz (Rynek) – Okocim Górny – Okocim – Kamieniec – Porąbka Uszewska – Dębno – Burg in Dębno – Wola Dębińska – Maszkienice – Bahnhof Sterkowiec PKP

Bei diesem sympathischen Kurzausflug lernen wir interessante sakrale und profane Baudenkmäler kennen, durchqueren schöne Waldgebiete und entdecken großartige Aussichtspunkte. Der Weg führt vorwiegend über Straßen mit niedrigem Verkehrsaufkommen oder Forstwege.

Wir kommen mit dem Fahrrad am Bahnhof Brzesko Okocim an und begeben uns zunächst ins Zentrum von Brzesko, wobei wir am jüdischen Friedhof und dem benachbarten Soldatenfriedhof Nr. 276 aus dem Ersten Weltkrieg vorbeikommen. Um 1900 stellten Juden zwei Drittel der Einwohnerschaft von Brzesko.

Juden in Brzesko

Im Jahr 1939 waren in Brzesko 211 von Juden geführte Unternehmen angemeldet. Es gab auch Familien, die dem Bildungsbürgertum angehörten: Richter, Anwälte, Ärzte, Büroangestellte. Die Juden von Brzesko hatten nicht nur wegen ihrer wirtschaftlichen Stellung einen großen Einfluss auf das Leben der Stadt. Viele Gebildete engagierten sich für soziale, kulturelle und politische Belange. Sie waren im Stadtrat aktiv und genossen allgemeine Anerkennung. Der deutlichste Beleg für die hohe gesellschaftliche Stellung der jüdischen Bürger ist die Tatsache, dass Henoch Klopholz zwischen 1894 und 1906 Bürgermeister der Gemeinde Brzesko war. Seine Tochter Julia Klopholz war Mitbegründerin des hiesigen Gymnasiums. Die florierende jüdische Gemeinde von Brzesko wurde von den deutschen Besatzern zerstört, die die Stadt am 5. September 1939 einnahmen.

Museum der jüdischen Geschichte Polin (Polin, Muzeum Historii Żydów Polskich)

Wir erreichen den malerischen quadratischen Marktplatz (Rynek) mit seinem mittelalterlichen städtebaulichen Grundriss. Hier kann man auf einer Bank Platz nehmen und sich an einer Informationstafel neben dem Springbrunnen und der Skulptur der Okocimer Ziegenböcke (dem Wahrzeichen der Brauerei Okocim)( über die Sehenswürdigkeiten der Umgebung informieren. Wenn wir keinen Reiseproviant mitgenommen haben, dann sollten wir uns unbedingt mit den Köstlichkeiten eindecken, die die Milchbar Smakosz (ul. Sobieskiego 10) anbietet. Wir fahren weiter zur Brauerei Okocim. Dazu müssen wir den Kreisverkehr an der Kreuzung der Landesstraßen Nr. 75 und 94 überqueren, aber schon gleich darauf biegen wir in die ruhigeren Gefilde am Stadtrand ein. Nach der Überquerung der Uszwica befinden wir uns bereits auf dem Gelände der Brauerei, die von dem historischen Landschaftspark um den Goetz-Palast umgeben ist, dem ehemaligen Familiensitz der Besitzer dieser Länderei und der Gründer der berühmten Brauerei. Die ul. Browarna führt uns nach Okocim Górny, wo es sich lohnt, die interessante neugotische Dreifaltigkeitskirche zu besuchen, die in den Jahren 1884–1885 nach einem Entwurf des aus Cieszyn (Teschen) stammenden Wiener Baumeisters Max Schweda errichtet wurde.

Wir kommen am Friedhof vorbei und fahren durch das Zentrum von Okocim, wo recht viele traditionelle aus Holz errichtete Gebäude erhalten sind. An der Kreuzung am Dorfende biegen wir nach rechts ab und fahren steil bergab, wobei wir die uns bietenden Ausblicke auf die Bergrücken der Beskiden bewundern. An der Gabelung wählen wir den Weg, der rechterhand leicht aufwärts führt. In der Umgebung des Weilers Kamieniec beginnt ein malerischer Streckenabschnitt durch einen Wald (an der Kreuzung der Forstwege bei der Schranke links abbiegen!). Dieser Weg führt uns nach Porąbka Uszewska, einen bekannten Ort der Marienverehrung. Wir kommen an der in den Jahren 1910–1918 nach einem Entwurf von Jan Sas-Zubrzycki im Stil der Weichsellandgotik errichteten Andreaskirche vorbei und erreichen die Grotte der Muttergottes von Lourdes aus dem Jahr 1904, eine Replik des berühmten französischen Wallfahrtsorts.

Weiter geht es über eine ruhige Straße entlang des Baches Niedźwiedź. Unterwegs kommen wir an mehreren gut erhaltenen Bildstöcken aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts vorbei, die so charakteristisch für diese Landschaft sind. Direkt nach Dębno führt uns nun ein Abschnitt des Radwanderwegnetzes EnoVelo. Dabei kommen wir am Ferienbauernhof „Na Kuźnisku“ (Gospodarstwo Agroturystyczne Na Kuźnisku) vorbei, dem gegenüber eine Gedenkstätte für die Volksaktivisten und die Helden des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus Porąbka Uszewska liegt.

Wir durchqueren das Dorf Dębno und kommen an der gotischen Margarethenkirche vorbei. Gleich hinter dem historischen Pfarrfriedhof aus den Jahren 1830–1840 biegen wir links ab in Richtung der von einem herrlichen Park umgebenen Burg. In der Nähe des Haupteingangs zum Friedhof steht die neugotische Grabkapelle der Familie Jastrzębski, der letzten Eigentümer der Burg. Das Bauwerk wurde von Jan Sas-Zubrzycki entworfen, dessen Werke uns bei unseren Ausflügen im Tarnówer Land immer wieder begegnen werden.

Die spätgotische Burg in Dębno ließ in den Jahren 1470–1480 Jakub Dębiński, Großkanzler der Krone und Kastellan von Krakau errichten. Nach der Besichtigung dieses Höhepunkts unseres Ausflugs gelangen wir zur Bahnstation PKP Sterkowiec, wo wir unseren Ausflug beenden.

2. Auf den Spuren der Bildstöcke und Soldatenfriedhöfe in der Weichselniederung (Nizina Nadwiślańska)

Bahnhof Sterkowiec PKP – Szczepanów – Przyborów – Borzęcin – Borzęcin Dolny – Dołęga, Gutshaus in Dołęga – Nowa Wieś – Wał-Ruda – Zabawa – Radłów – Łęka Siedlecka – Siedlec – VeloDunajec – Komorów – [Abstecher nach Wierzchosławice, Wincenty-Witos-Museum (Muzeum Wincentego Witosa)] – Gosławice – Ostrów – Bahnhof Bogumiłowice PKP 

Wir durchfahren die malerischen dörflichen Landschaften der Weichselniederung, Dörfer, Felder und Wälder. Am Wegesrand liegen viele gut erhaltene Holzhäuser, das Gutshaus in Dołęga, zahlreiche Wegkapellen und einige Soldatenfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg.

Rastplatz für Radfahrer in Borzęcin

Der Rastplatz für Radfahrer ist mit Fahrradständern, Parkbänken und Solarbänken mit 100-W-Photovoltaikpaneelen und 12Ah-Batteriekapazität ausgestattet, mit Internethotspot über einen WiFi-Router und der Möglichkeit, Smartphones, Tablets und mp3-Player über USB-Steckdosen aufzuladen. Er befindet sich am Kommunalen Kulturzentrum in Borzęcin (Gminny Ośrodek Kultury w Borzęcinie).

Wir beginnen unseren Ausflug an der Bahnstation Sterkowiec PKP, wo wir mit der Regionalbahn ankommen. Auf der Fahrt durch Szczepanów kommen wir an der neugotischen Backsteinbasilika St. Maria Magdalena und St. Stanislaus vorbei, die nach einem Entwurf von Jan Sas-Zubrzycki errichtet wurde, einem bedeutenden Architekten, dessen Bauwerke aus dem frühen 20. Jahrhundert zu den Ikonen der Gegend um Tarnów gehören. Von hier aus fahren wir durch die ländlichen Landschaften der Dörfer Przyborów und Borzęcin, wo uns die zahlreichen Bildstöcke beeindrucken. Auch viele schöne Holzhäuser, umgeben von Bauerngärten, sind hier erhalten. In Borzęcin überqueren wir den Fluss Uszwica, vorbei an der Mariä-Geburt-Kirche. Dieses eklektische Bauwerk aus Backstein und Naturstein weist Überreste der alten Barockarchitektur auf. Neben dem Gemeindefriedhof biegen wir links ab und fahren durch Borzęcin Dolny. Auf dem hiesigen Friedhof steht ein neues Denkmal zur Erinnerung an die ermordeten Roma. Auf dem Friedhof ruhen Roma, die 1942 von den Deutschen im Wald von Borzęcin ermordet wurden. Die Sandsteinskulptur einer ihr Kind an sich schmiegenden Mutter wurde von Andras Kallai, einem Roma-Künstler aus Ungarn, geschaffen.

Das Schicksal der Roma in der Gegend von Tarnów

„Die Roma gehörten zu den Menschen, die von den Ideologen des Nationalsozialismus zur totalen Vernichtung verurteilt wurden. Ihnen wurde das gleiche Schicksal bereitet wie den Juden“, schreibt Adam Bartosz.

Das größte Massengrab befindet sich in Szczurowa, wo eine Gruppe von etwa 100 Roma lebte. Hier ermordeten die Nazis 93 Einwohner, vom Säugling bis zum Greis. Gräber und Gedenkstätten an den Porajmos, den Genozid an den Roma, befinden sich auch in Borzęcin Dolny, in Bielcza (woher der letzte Roma-König stammte) und in Żabno. Im Wald zwischen Wał-Ruda und Borzęcin, wo die Hinrichtungen stattfanden, steht ein hölzernes Denkmal des Porajmos (Pomnik Pamięci o Zagładzie Romów), das von der Roma-Künstlerin Małgorzata Mirga-Tas entworfen wurde. Die Roma in der Gegend von Tarnów gehörten zur sprachlich-ethnografischen Gruppe der polnischen Flachlandroma, der auch die berühmte Dichterin Bronisława Wajs, genannt Papusza, entstammte.

Wir fahren weiter nach Dołęga, wo sich ein Gutshaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts befindet, das an der Straße der Holzarchitektur liegt. Nach dem Besuch des Baudenkmals und seiner malerischen Umgebung fahren wir auf einer ruhigen Straße zwischen Teichen, Wiesen und Wäldern zum Dorf Wał-Ruda, wo sich der Soldatenfriedhof Nr. 261 aus dem Ersten Weltkrieg befindet. An der Kreuzung mit der Hauptstraße Nr. 964 biegen wir links ab und fahren über einen Kilometer auf der Straße Nr. 964 durch das Dorf Zabawa. Wir passieren die Backsteinkirche der Heiligen Dreifaltigkeit und das Heiligtum der Seligen Karolina Kózkówna sowie den Pfarrfriedhof mit dem anliegenden Soldatenfriedhof Nr. 260 aus dem Ersten Weltkrieg. Von der Hauptstraße biegen wir in der Nähe eines gotischen Grenzpfostens rechts in die ul. Zakościele-Straße ein, die uns inmitten von Feldern nach Radłów führt.

Die Grenzsäule in Biskupice Radłowskie

Die 1450 auf Initiative von Kardinal Zbigniew Oleśnicki an der Handelsstraße von Radłów nach Opatów errichtete Grenzsäule aus Pińczówer Kalkstein ist das älteste Objekt seiner Art in Polen. Sie wurde an der Grenze zwischen dem Besitz der Bischöfe von Krakau und dem ritterlichen Dorf Zabawa aufgestellt. Auf diese Weise sollten die Streitigkeiten über den Landsitz beendet werden. Die Säule hat die Form eines Obelisken. Auf ihr ist unter anderem die lateinische Inschrift zu sehen: Hoc signum verum clerum distinguit et hern 1450 may 4, frei übersetzt: Dieses Zeichen trennt geistliche und herrschaftliche Ländereien. 1450 Mai 4.

Wir kommen am Pfarrfriedhof von Radłów vorbei, der auch den Soldatenfriedhof Nr. 268 aus dem Ersten Weltkrieg umfasst. An der zweiten Kreuzung biegen wir rechts in die ul. Rzemieślnicza ein, anschließend in die ul. Brzeska, und gelangen so auf den Marktplatz von Radłów, den Tadeusza-Kościuszki-Platz (Plac Tadeusza Kościuszki). Hier steht die interessante Bronzeskulptur Löwe mit Lyra, die das Wappen von Radłów abbildet.

Nach einer Pause auf dem Marktplatz von Radłów fahren wir weiter, auf der Hauptstraße Nr. 975 an der Kirche St. Johannes der Täufer vorbei, die nach ihrer Zerstörung im Ersten Weltkrieg nach einem Entwurf des berühmten Architekten und Bildhauers Karol Stryjeński wiederaufgebaut wurde, der unter anderem mehrere Schutzhütten im Tatra-Gebirge entworfen hat. Nach einer Weile biegen wir von der Hauptstraße nach rechts in Richtung des Flusses Dunajec ab. In Łęka Siedlecka kommen wir an einem weiteren Friedhof aus dem Ersten Weltkrieg vorbei, dem Soldatenfriedhof Nr. 210. In Siedlec erreichen wir den Radwanderweg VeloDunajec, dem wir in Richtung Süden folgen. In Komorów verlassen wir den Radweg und haben nun zwei Varianten für den Weiterweg. Die kürzere Variante führt uns durch Gosławice, vorbei am malerischen Soldatenfriedhof Nr. 214 aus dem Ersten Weltkrieg, dann durch Ostrów nach Bogumiłowice zum Bahnhof.

Es lohnt sich jedoch, die Route zu verlängern und in der längeren Variante in Komorów nach Wierzchosławice abzubiegen, um das Wincenty-Witos-Museum zu besuchen, das sich im aus Holz errichteten Elternhaus des bedeutenden Aktivisten der Bauernbewegung und Premierministers der Republik Polen befindet. Von dort aus geht es nach Gosławice und weiter über Ostrów nach Bogumiłowice (die Strecke ist dann etwa 5 km länger). Zwischen Wierzchosławice und Radłów gibt es mehrere Stauseen, die reich an verschiedenen Fischarten und Wasserpflanzen sind – die Seen Trzydniaki und Dwudniaki sowie die Wasserspeicher S1 und S2. Dieses Gebiet, das als „Tarnówer Seenplatte“ („Pojezierze tarnowskie“) bekannt ist, ist bei Anglern sehr beliebt.

3. Rundweg durch Wojnicz

Bahnhof Bogumiłowice PKP – Sieciechowice – Mikołajowice – Łukanowice – Wojnicz – Sufczyn – Biadoliny Szlacheckie – VeloMetropolis – Bahnhof Bogumiłowice PKP

Dieser flache Rundweg ist ein Vorschlag für eine einfache Route entlang ruhiger Straßen in der Gegend von Wojnicz. Start und Ziel befinden sich am Bahnhof in Bogumiłowice, der im Rahmen der Modernisierung der Eisenbahnlinie E30 renoviert wurde, sodass der Rundweg auch aus Krakau leicht erreichbar ist. Die ersten Kilometer führen über eine ruhige Gemeindestraße, über die derzeit auch der Radwanderweg VeloDunajec verläuft. Wir passieren das hübsche Dorf Sieciechowice, das beeindruckende Betonwerk in Mikołajowice und fahren weiter Richtung Łukanowice. Wir überqueren die Nationalstraße Nr. 94 und vergessen schnell den Autoverkehr, indem wir uns auf zunehmend abgelegeneren Straßen zwischen Häusern und Ackerland bewegen. Nach ein paar Kilometern erreichen wir Wojnicz, wo wir auf dem schönen Marktplatz eine Pause einlegen können. Unbedingt besichtigen sollte man aber die unfern gelegene historische Holzkirche St. Leonard aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Wir fahren weiter Richtung Westen, vorbei am Soldatenfriedhof Nr. 282 aus dem Ersten Weltkrieg. Hier erwartet uns die einzige Steige, die Straße durch den um jede Jahreszeit malerischen „Schwedischen Hohlweg“ (Wąwóz Szwedzki). Zum Glück ist es aber nicht zu steil und zu lang und gleich darauf geht es auf der Straße bergab nach Sufczyn. Wir überqueren wieder die Nationalstraße und gleiten leicht bergab durch Perła in Richtung Biadoliny Szlacheckie.

Wir erreichen die Bahnlinie, die wir auch überqueren, und kommen auf den markierten Radwanderweg VeloMetropolis, der durch den Radłowski-Wald entlang der Autobahn A4 führt. Dies ist ein interessanter Abschnitt, in dem sich die Moderne (Autobahn, Viadukte und Tierübergänge) mit der idyllischen Atmosphäre des Radłowski-Waldes und der Teiche verbindet. Nach ein paar Kilometern erreichen wir das Ziel der Route – Bogumiłowice – und schließen den Kreis.

4. Zwischen Dunajec, Weichsel und Raba

Bahnhof Bogumiłowice PKP – Gosławice – Hutki – Brzeźnica – Borzęcin – Niedzieliska – Strzelce Wielkie – Barczków – Uście Solne – Wyżyce – Mikluszowice – Gawłówek – Bahnhof Stanisławice PKP
Dies ist ein Vorschlag für eine längere Tour zu den „Fahrrad-Neuheiten“ in der Umgebung von Tarnów. Wir werden auf den Radwanderwegen VeloDunajec, VeloRaba, VeloMetropolis/EV4 und dem EnoVelo Trail fahren. Es wird schön flach sein, denn dieses Gebiet von Małopolska, das sich im Dreieck zwischen dem Waldgebiet Puszcza Niepołomicka, Tarnów und der Weichsel ausbreitet, ist das einzige so große Tieflandgebiet der Woiwodschaft Małopolska.

Wir empfehlen, Bogumiłowice von Krakau aus mit dem Zug zu erreichen (ca. 1 Stunde Fahrt). Die ersten Kilometer vom Bahnhof fahren wir auf dem Radweg VeloDunajec am malerischen Dunajec-Ufer entlang. In Komorów lohnt sich ein Abstecher ins alte Flussbett. Dann fahren wir über eine neu geschaffene Verbindung von Gosławice zu den Wäldern von Radłów und Wierzchosławice. Hier beginnt eine deutlich „geländigere“ Fahrt durch die Wälder, die wir an heißen Tagen grundsätzlich jedem als Alternative zum Fahren auf den Deichen des Weichsel-Radwanderwegs (WTR) oder den für den Radweg EuroVelo 4 angepassten Versorgungsstraßen der Autobahn vorschlagen. Das einzige, was die Fahrt verlangsamen kann, sind die vielen Seen in diesen Wäldern und Naturattraktionen, denn die Fahrbahn ist, obwohl nur geschottert, wirklich ordentlich. In Borzęcin treffen wir auf den neu geschaffenen Radweg EnoVelo, dessen Schilder uns bis Uście Solne begleiten. Der Weg auf diesem Abschnitt führt auf sehr ruhigen Straßen durch Felder, Wälder und an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei. Wir empfehlen, die Holzkirche St. Sebastian in Strzelce Wielkie zu besuchen, wo man in einem großen Fahrradunterstand direkt nebenan eine Pause einlegen kann. In Barczków lohnt es sich, nach dem alten Haus zu suchen, das in dem Film „Der Dämon“ die Hauptrolle spielte. Auf dem Weg von Uście Solne nach Mikluszowice kann man einen Abschnitt des Radwegs VeloRaba nutzen, der einen über eine angenehme Schotterstraße auf den Flussdeichen zum Wald Puszczca Niepołomicka führt. Hier kann man auf asphaltierten Straßen durch den Wald bis zum Zielbahnhof fahren, aber wir empfehlen, das Knirschen der Kiesel unter den Reifen beizubehalten und den geschotterten Königsweg (Droga Królewska) zu nehmen. Wer weiß, vielleicht kann man ja hinter dem Zaun des Wisent-Zuchtzentrums in Poszyn (Ośrodek Hodowli Żubrów w Poszynie) ein paar Exemplare dieser riesigen europäischen Büffel erspähen? Wir beenden die Fahrt am Bahnhof von Stanisławice, der direkt am Waldrand liegt. Natürlich kann man auch mit dem Rad auf der VeloMetropolis nach Krakau gelangen (in Niepołomice geht es zu den Weichseldeichen).

DIE WICHTIGSTEN ORTE AN DEN STRECKEN DER AUSFLÜGE

Marktplatz in Brzesko

Den historischen Berichten zufolge war Brzesko im 13. Jahrhundert eine Siedlung an der Handelsstraße von Krakau nach Ruthenien und Ungarn. Die Stadt wurde 1385 von der Familie Melsztyński nach Magdeburger Recht gegründet. Der mittelalterliche Stadtgrundriss mit dem quadratischen Marktplatz und der gotischen Jakobskirche aus dem Jahr 1447 ist erhalten geblieben.

Der Marktplatz (Rynek) von Brzesko hat eine einzigartige Atmosphäre. Er ist umgeben von stilvollen Stadthäusern mit verzierten, bunten Fassaden. Eines davon schuf der Architekt Teodor Talowski, der auch als der polnische Gaudí bezeichnet wird. In der Mitte des Marktplatzes steht die barocke Figur des heiligen Florian aus dem Jahr 1731, die zu den ältesten ihrer Art in der Region gehört. Besonders schön präsentiert sie sich in abendlicher Beleuchtung. Stilvolle Lampen und Bänke schmücken das Stadtzentrum, und die Mauern des ehemaligen Rathauses sind mit Lichtpunkten versehen.

Palast der Familie Goetz-Okocimski

Der gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Jan Albin Goetz und seiner Gemahlin, der Gräfin Zofia aus dem Haus Sumiński angelegte Landschaftspark liegt in der Nähe der Brauerei Okocim (Browar Okocim) in Brzesko. Auf einer Fläche von 40 Hektar wachsen 43 Baumarten, darunter exotische und 12 Arten von Gesträuchen. Im Zentrum des Parks befindet sich der neubarocke Palast der Familie Goetz im Wiener Stil. Wie wir auf der Seite der Gemeinde Brzesko lesen: Der Palast wurde in den Jahren 1898–1900 vom Bierkönig Jan Albin Goetz-Okocimski und seiner Gemahlin Zofia aus dem gräflichen Geschlecht Sumiński im Stil des Neubarocks und des Neurokokos errichtet. Die Entwürfe für den ältesten Teil des Palasts stammen von den Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. In den Jahren 1908–1911 wurde der Palast um den Ostflügel nach einem Entwurf von Leopold Simoni, einem Professor des Wiener Polytechnikums, erweitert. Palast und Park befinden sich in Privatbesitz.

Besichtigungen der Brauerei Okocim organisiert der Verein der Freunde der Brauerei Okocim (Stowarzyszenie Miłośników Browaru Okocim).

Die Familie Goetz

Die Familie stammte aus Bayern und ließ sich in Böhmen und später in Galizien nieder. Hier wurde sie in den Adelsstand erhoben. Johann Goetz (1815–1893), der Gründer der Brauerei Okocim, sammelte seine ersten Erfahrungen in der kleinen Brauerei seines Vaters und perfektionierte das Brauwesen später in verschiedenen Ecken Europas – auch in Wien. Er war für seine sozialen Aktivitäten bekannt und gründete eine Schule, eine Kirche und eine Bibliothek in Okocim. Sein Sohn Jan Albin Goetz (1864–1931) war als Baron Jan Goetz-Okocimski bekannt. Zusammen mit seiner Gemahlin Zofia, einer geborenen Gräfin Sumińska, baute er in der Nähe der Brauerei eine Palastanlage nach Wiener Vorbild, umgeben von einem Park im englischen Stil. Wie sein Vater war er Unternehmer, Philanthrop und politischer Aktivist. Ein weiterer bekannter Nachkomme der Familie war Antoni Jan Goetz (1895–1962) – Industrieller und Politiker, Mitglied des Sejms der Zweiten Republik. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er in Kenia, wo er ein Teehaus betrieb. Er wurde von Jacek Malczewski auf einem Porträt verewigt.

Dębno

Bei einem Besuch in Dębno sollte man einen Blick auf den historischen Pfarrfriedhof in der Nähe der Burg werfen. In der Nähe des Haupteingangs befindet sich die Grabkapelle der Jastrzębskis, der letzten Burgherren. Die neugotische Kapelle aus dem Jahr 1906 wurde von dem berühmten Architekten und Kunstrestaurator Jan Sas-Zubrzycki entworfen. Ein weiteres wertvolles Baudenkmal von Dębno ist die spätgotische Margarethenkirche, die an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert aus einer Stiftung von Jakub Dębiński errichtet wurde. Im Inneren sind sieben gotische Portale zu sehen und auf einem von ihnen eine Kartusche mit dem Wappen Odrowąż der Familie Dębiński.

Dołęga

Das Herrenhaus ist von einem Park umgeben, in dem sich eine historische Holzkapelle der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria befindet, die älteste der vier in der Pfarrgemeinde Zaborów. Sie wurde 1849 von einer Familie mit patriotischen Traditionen errichtet. Eine malerische Waldallee führt dorthin. Im Inneren befinden sich eine Gipsstatue der Jungfrau Maria und ein Jagiellonenadler aus dem Jahr 1910.

In der Nähe des Gutshauses ist auch das Freilichtmuseum eines aus Skrzyszów hier versetzten Gehöfts zu besichtigen.

Von Jan Sas-Zubrzycki entworfene Gotteshäuser

In der Umgebung von Tarnów sind zahlreiche Spuren des Wirkens des bedeutenden Architekten und Konservators Jan Sas-Zubrzycki (1860–1935) erhalten, der Professor am Lemberger Polytechnikum und Mitglied der Polnischen Akademie der Fähigkeiten (Polska Akademia Umiejętności) war und einen Großteil seines Lebens in Krakau verbrachte. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschrieb er die Grundzüge eines polnischen Nationalstils in der Architektur. Er schuf Bauwerke vor allen im Geist der sogenannten „Weichselgotik” und ist der Urheber von Entwürfen für über 40 Kirchen. Außerdem gestaltete er knapp 20 Gotteshäuser in Małopolska, Podolien und der Bukowina um. Hier die von diesem Architekten in der Region Przedgórze geschaffenen Sakralbauten:

  • Andreaskirche in Porąbka Uszewska, 1914–1918, errichtet aus Backstein unter zusätzlicher Verwendung von Haustein und Beton. Eklektisch mit Elementen der Neugotik und der Neuromanik. Die schönen Bleiglasfenster stammen aus der Krakauer Manufaktur S.G. Żeleński (Krakowski Zakład Witrażów S.G. Żeleński).
  • Basilika St. Maria Magdalena und St. Stanislaus,1914, neugotischer Backsteinbau mit hohem, schlankem Turm mit zwei Glocken aus dem 16. Jahrhundert. Der Architekt entwarf auch den Hauptaltar.
  • Bartholomäuskirche in Szczurowa, 1887–1893. Das neugotische Gotteshaus zeichnet sich durch die beiden symmetrischen Türme mit spitzen Helmen aus. Es ist umgeben von alten Linden und einer Mauer aus Pińczówer Kalkstein. In einem Seitenaltar befindet sich die wertvolle Figur der Madonna von Szczurowa aus der Zeit um 1500. Die Wandmalereien stammen von dem großen Maler Jan Matejko selbst.
  • Mariä-Geburt-Kirche in Borzęcin, umgestaltet und erweitert in den Jahren 1912–1917 nach einem Entwurf von Jan Sas-Zubrzycki. Sie ist ein eklektisches Bauwerk mit sichtbaren barocken Überresten und einer Fassade im Stil der Neurenaissance. Der charakteristische Turm mit spitzem, mehrstöckigem Helm wurde 1922 fertiggestellt.
  • Kirche der Muttergottes Portiuncula in Bielcza, 1906–1908, eklektisches Gotteshaus mit neugotischen und neuromanischen Elementen. Bemerkenswert ist der auf einem quadratischen Grundriss errichtete mächtige Turm, der an das südliche Seitenschiff anliegt.
  • Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Wietrzychowice, 1917–1924, neugotisches Gotteshaus aus Back- und Naturstein. Der hohe Turm auf quadratischem Grundriss umfasst drei Stockwerke und ist mit einem spitzen Helm gekrönt. Das vielfältige neugotische und eklektische Detail zeichnet die Entwürfe von Jan Sas-Zubrzycki aus. Die figuralen Bleiglasfenster entstanden in der Krakauer Manufaktur S.G. Żeleński.    

Die Schätze von Wojnicz

Im Mittelalter war Wojnicz Sitz einer Kastellanei, die den am Fluss Dunajec gelegenen Abschnitt der Handelsstraße nach Ungarn bewachte. Der Name der Stadt leitet sich von dem Wort „woj“ ab, was so viel bedeutet wie „Mitglied der herzoglichen Schar“. Wojnicz ist eine der ältesten Städte im Südosten Polens und wurde zwischen 1239 und 1278 gegründet. Die Bedeutung des Ortes wird durch eine Versammlung der kleinpolnischen Magnaten bezeugt, die 1239 stattfand, um Kunigunde, die Tochter des ungarischen Königs und spätere Ehefrau von Boleslaus dem Schamhaften, zu empfangen. Als Königin Hedwig Wojnicz im Jahr 1394 besuchte, zählte der Ort etwa 400 Einwohner. Um 1400 kam es zu Überschwemmungen des Flusses Dunajec, die zu einer Veränderung des Flussbettes führten, in dessen Windung das Dorf Isep gegründet wurde.

Die Kastellanwälle (Wały Kasztelańskie) in Wojnicz sind Relikte einer mittelalterlichen Kastellansfestung, die inmitten der Sümpfe und Nebenarme des Flusses Dunajec lag. Ein großer Teil dieser mächtigen Wehranlage wurde von dem launischen Fluss unwiederbringlich zerstört. Die Befestigungen entstanden im 11. Jahrhundert. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden sie erweitert und bestanden aus drei tangierenden Kreisen in Form eines Walls. Der südöstliche Teil ist heute noch sichtbar. Ein System von Gräben war mit den Wällen verbunden.

In der Nähe des historischen Marktplatzes, in der ul. Leonarda-Straße, ist ein Kleinod der Holzarchitektur erhalten geblieben – die Leonhardskirche, ein Holzbauwerk in Blockbauweise, verschalt, mit Holzschindeln gedeckt, vermutlich aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Innenraum ist das Bildnis der Heiligen Kunigunde von Florian Cynk, einem Mitarbeiter von Jan Matejko, sehenswert.

Das Haus Nr. 29 am Marktplatz beherbergt die Heimatstube „Pfarrer Jan Królikiewicz“ (Izba Regionalna im. ks. Jana Królikiewicza), in der die Geschichte der Stadt und das Interieur des Hauses sowie eine Ausstellung über die Geschichte von Brot und Handwerk gezeigt werden.

Das symbolträchtigste Denkmal der Profanarchitektur in Wojnicz ist der Dąmbski-Palast aus dem Jahr 1876, der von einem Park umgeben ist. Zum Palastkomplex gehören auch ein Wachhaus – die Korde Garde –, eine Villa aus der Zwischenkriegszeit und eine Sonnenuhr. Das Herrenhaus war ein Treffpunkt für den örtlichen Adel, der den Januaraufstand plante.

Radłów

Radłów ist ein ehemaliges Dorf der Bischöfe von Krakau. Sein Name leitet sich wahrscheinlich von dem Wort radło (einer Art Pflug) ab. Der trapezförmige Marktplatz von Radłów wurde an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert an der Hauptstraße gegenüber dem Palastgarten errichtet. Er war mit Holzhäusern mit Laubengängen bebaut und in der Umgebung gab es viele Gasthöfe. Auf dem Marktplatz stehen eine Statue von Tadeusz Kościuszko aus dem Jahr 1911 und eine zeitgenössische Skulptur, die das Symbol der Stadt darstellt – einen Löwen mit einer Leier. „Der Löwe ist fest in der mittelalterlichen Kultur verwurzelt, insbesondere in der ritterlichen Kultur, aber nicht nur. Das Motiv stammt aus mittelalterlichen Bestiarien und symbolisiert Tapferkeit, aber auch Eigenschaften wie Treue, Würde und Freiheit“, so der in Wojnicz geborene Historiker Professor Józef Szymański.

Das älteste erhaltene Denkmal ist die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die mehrmals umgebaut wurde. Die Kirche wurde 1337 vom Krakauer Bischof Jan Grot gestiftet. Das zentrale Relief verweist auf dieses Ereignis. Johannes der Täufer ist in der Mitte dargestellt, links bietet der Stifter, der Krakauer Bischof Jan Grot, seinem Schutzpatron ein Modell der Kirche dar. Es handelt sich um ein gotisches Gebäude mit barocken und neugotischen Elementen. Im Ersten Weltkrieg zerstört, wurde es nach einem Entwurf von Karol Stryjeński – einem bekannten Architekten, Bildhauer und Direktor der Staatlichen Schule für Holzindustrie in Zakopane (Państwowa Szkoła Przemysłu Drzewnego w Zakopanem) – wiederaufgebaut und erweitert.

ANDERE INTERESSANTE ORTE IN DER REGION PRZEDGÓRZE

  • Pfarrkirche St. Sebastian in Strzelce Wielkie – ein Baudenkmal an der Straße der Holzarchitektur aus den Jahren 1784–1785, errichtet in Blockbauweise mit Verschalung. Bemerkenswert ist der hölzerne Glockenturm in Fachwerkkonstruktion. Der Innenraum ist hauptsächlich im Stil des Barocks und des Rokokos gehalten und stammt aus dem 18. Jahrhundert. In Strzelce Wielkie befindet sich außerdem ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Herrenhaus, das ursprünglich der Familie Ossoliński gehörte.
  • Historische Anlage des Marktplatzes in Uście Solne, einem von König Kasimir dem Großen im Jahr 1360 gegründeten Ort. Einst war dies ein wichtiger Weichselhafen zur Verflößung von Salz nach Danzig. In der Umgebung des Marktplatzes sind einige Blockhäuser und alte Scheunen erhalten.
  • Ensemble der Holzarchitektur in Mokrzyska – es umfasst Relikte von langen Reihen giebelständiger Holzhütten des ehemaligen Straßendorfs.

DIE WICHTIGSTEN ÖRTLICHEN VERANSTALTUNGEN

  • Biesiada Agroturystyczna (Agrotouristik-Event mit Kochwettbewerb und Verkostung regionaler Spezialitäten), Porąbka Uszewska
  • Święto Wikliny (Korbweidenfest), Isep, Gemeinde Wojnicz
  • Święto Grzyba (Pilzfest), Borzęcin
  • Międzynarodowy Turniej Rycerski „O złoty warkocz Tarłówny“ (Internationales Ritterturnier „Um den goldenen Zopf der Tarłówna“), Burg Dębno, September oder Juli,
  • Międzynarodowy Tabor Pamięci Romów (Internationales Roma-Lager), Tarnów und Umgebung, Juli, August oder September. Das erste Lager wurde im Juli 1996 veranstaltet, 32 Jahre nachdem die Behörden der Volksrepublik Polen den fahrenden Volk die Wanderschaft auf polnischen Straßen verboten hatten. Die Veranstaltung sollte nicht nur an dieses Verbot erinnern, sondern auch an die Vernichtung des Volks der Roma durch die deutschen Besatzer.

UNBEDINGT PROBIEREN

  • Bohnengerichte mit der Bohnensorte „Piękny Jaś“. Ihre Samen gehören zu den größten unter den Feuerbohnen. Sie wird in elf Gemeinden in Małopolska angebaut, darunter Wietrzychowice und Wojnicz, und trägt eine von der Europäischen Union geschützte Ursprungsbezeichnung. Eines der beliebtesten Gerichte in dieser Gegend sind Piroggen mit Bohnenfüllung;
  • regionale Gerichte aus Przedgórze, die bei lokalen Veranstaltungen serviert werden. Die Grundzutaten sind Grütze, Trockenobst, Erbsen, Sauerkraut und Kartoffeln;
  • Kukiełki Wojnickie (Wojniczer Strudel), spindelförmige gefüllte Teigstücke mit einem Blumenmuster aus Teig und mit Kümmel oder Schwarzkümmel bestreut. Sie stehen auf der Liste der traditionellen Produkte der Woiwodschaft Małopolska. Die Tradition geht auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Der Dichter und Märchenerzähler Stanisław Jachowicz (1796–1857), erinnerte sich: „Wojnicz, eine Stadt am Fluss Dunajec in Galizien auf dem Weg nach Wien, 9 Meilen von Krakau entfernt, wo die Bäcker eine besondere Art haben, sehr leckere lange Brötchen zu backen, die kukiełki genannt werden; wenn du durch Wojnicz kommst, ist es unmöglich, dem Drang zu widerstehen, Wojniczer Strudel zu kaufen.“

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